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Die Zielgruppe für unsere pädagogischen Ziele bilden alle Kinder unserer
Einrichtung im Alter von 1 Jahr bis 6 Jahren und werden in jeder
Gruppe je nach Alter entsprechend umgesetzt.
Wenn möglich zeigen wir zur Erläuterung der jeweiligen Ziele Beispiele
aus der Arbeit im Krippen- und Kindergartenbereich auf.
Uns liegt die Erziehung zur Selbständigkeit insbesondere im
lebenspraktischen Bereich besonders am Herzen.
Selbständigkeit kann allerdings nicht als eigenständiges Ziel betrachtet werden – sie fließt
in alle weiteren Zielsetzungen mit ein.
Erziehung zur Selbständigkeit heißt für uns, dass wir dem Kind dabei helfen, sein Leben eigenständig
zu meistern sowie zuerst Verantwortung für sich und sein Tun und später
für andere zu übernehmen.
In der Krippe sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
Im Kindergarten sieht die Umsetzung dieses Zieles u.a. wie folgt aus:
Die Sprache hat eine große Bedeutung für die geistige
und soziale Entwicklung eines Menschen. Sprache bedeutet Verstehen im
doppelten Wortsinn: sehen und wiedergeben. Mit einer differenzierten
Sprache sind wir imstande Gedanken zu formulieren, soziale Kontakte
aufzubauen, Gefühle und Wünsche zu äußern sowie Erlebnisse festzuhalten.
Gerade die Sprache ist ein wichtiges Ausdrucksmittel um aktiv im
Kindergartenalltag teilzunehmen. Wer sich sprachlich ausdrücken
kann ist nicht auf die körperliche Austragung von Konflikten angewiesen.
Die Sprache steht ebenso in enger Beziehung zum Denken.
Im Hinblick auf die Spracherziehung lassen sich fünf
Aspekte der Sprachförderung aufzeigen, die wir in unserem Kindergarten
durch verschiedene Beschäftigungsarten und Handlungsweisen erreichen
wollen.
Der erste Aspekt ist das sprachliche Handeln. Sprachhandlungen sind alle Formen zwischenmenschlichen Kontakts, die sich der Sprache bedienen. Das sprachliche Handeln fördern wir während des gesamten Kindergartenalltags durch fragen, antworten, auffordern, Informationen aufnehmen und weitergeben, beschreiben, Gespräche, Rollenspiele, Gesellschaftsspiele usw.
Der zweite Aspekt sind Worte und Begriffe. Die Kinder machen sich den Begriffsschatz ihrer Muttersprache allmählich zu eigen. Sie lernen Gegenstände, Tätigkeiten und Vorgänge des täglichen Lebens, Verhaltensweisen von Menschen in ihrer Umgebung richtig zu benennen und eventuell zu beschreiben. Das Kind soll Sicherheit in der Anwendung eines altersgemäßen Grundwortschatzes erreichen, den es benötigt, um seine Umwelt zu erfassen und sich darin zu orientieren. Dies lässt sich durch alltägliche Aktivitäten, Fingerspiele, Lieder, Gedichte, Gespräche in der Gruppe und mit dem einzelnen Kind und Gebete erreichen.
Das grammatikalisch richtige Sprechen stellt den dritten Aspekt dar. Das Kind lernt grammatikalisch richtiges Sprechen durch die Nachahmung seiner sprachlichen Umwelt. Aus diesem Grund ist das sprachliche Vorbild sehr wichtig. In unserem Kindergarten wird jedoch Dialekt gesprochen, da er zur kulturellen Umgebung des Kindes gehört. Aus diesem Grund sollte der Dialekt nicht als minderwertig und fehlerhaft angesehen werden. Er vermittelt dem Kind Vertrautheit und Geborgenheit. Die sogenannte und grammatikalisch richtige Schriftsprache vermitteln wir den Kindern durch Bilderbücher, Geschichten, Lieder, Verse, Hörspielkassetten, Fingerspiele u .v. m.
Laute und Geräusche bilden den vierten Aspekt. Die Kinder beherrschen in der Regel das Lautsystem der Muttersprache beim Schuleintritt. Bei Sprachfehlern oder bei Unregelmäßigkeiten im Sprechen weisen wir die Eltern auf einen Vorstellungstermin beim Logopäden hin. Dialektbedingte Abweichungen in der Lautbildung sind nicht als Sprachfehler einzustufen. Wir fördern die Lautbildung durch Sprachspiele (Sprich genau – hör genau), Sprachverse, Fingerspiele, Zungenbrecher, Gedichte, Nachahmung von Tierlauten usw. Eine Weiterrührung im Hinblick auf die Lautbildung ist das Bewusstwerden von Sprachlauten. Der Umgang mit der Stimme eröffnet dem Kind wichtige Ausdrucksmöglichkeiten. Im Kindergarten fördern wird dieses Bewusstwerden z.B. beim singen von Liedern laut – leise, langsam – schnell, hoch – tief.
Der letzte Aspekt ist die Begegnung mit Literatur. Bereits im Kindergarten wird das Kind mit Literatur vertraut gemacht. Es erfährt, dass sprachliche Äußerungen in schriftlicher Form festgehalten und weitergegeben werden können. Die Kinder haben Freude daran Bilderbücher vorgelesen zu bekommen oder selbst zu betrachten. Im Kindergarten geschieht dies durch gezielte Bilderbuchbetrachtungen und durch das Vorlesen und Betrachten von Büchern in der Leseecke.
Die genannten fünf Teilbereiche sind allerdings nicht
getrennt voneinander zu betrachten, sondern vermischen sich im
alltäglichen, sprachlichen Umgang mit den Kindern.
Wir Erzieher sind uns bewusst, ein Vorbild in der
Sprache des Kindes zu sein.
In der Krippe sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
Im 2. Lebensjahr lernt das Kind Ein-Wort-Sätze. Bis 18
Monate haben sie die 50-Wort-Grenze erreicht und kommunizieren mit einem
Wort.
Im 3. Lebensjahr ist die Entwicklung der Sprache am
schnellsten. Das Kind kann zum Beispiel auf Grund seiner
fortschreitenden Ich-Entwicklung seine Wünsche und Vorstellungen äußern.
Wichtig ist in dieser Phase der Sprachentwicklung die Kommunikation mit
uns Erziehern.
Wir stellen viele Fragen und haben die Bereitschaft zum
guten Zuhören während der Kommunikation mit den Kleinsten. Durch
Kommunikation werden Wortschatz, Grammatik und Satzbau aufgebaut. Dies
geschieht auch zum Beispiel während des Betrachtens von Bilderbüchern.
Im Kindergarten sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
Seit dem Kindergartenjahr 2002/2003 arbeiten wir mit
unseren zukünftigen Erstklässlern nach der Arbeitshilfe "Hören,
Lauschen, Lernen", die zur Förderung der phonologischen Bewusstheit
dient und sich über 20 Wochen hinstreckt.
Die Grundschullehrerin macht vor Schuleintritt einen
sog. Screening-Test, der auf die Förderung der phonologischen
Bewusstheit abgestimmt ist und aufzeigt, welches Kind in diesem Bereich
Schwierigkeiten hat, um in der 1. Klasse entsprechend auf das Kind
positiv einzugehen.
Mit den Migrantenkinder unserer Einrichtung führen wir
am Ende des vorletzten Kindergartenjahres den sog. SISMIK-Test durch.
Bei Bedarf werden diese Kinder dann speziell im Rahmen der
Zusammenarbeit mit der Schule durch eine Lehrkraft im Erwerb der
deutschen Sprache gefördert.
Mit unseren zukünftigen Vorschulkindern,
den sog. „Mittleren“, machen wir seit dem Kindergartenjahr 2004 / 2005
„Lustiges Sprechzeichen“! In 18 Hexengeschichten sind Übungen „verpackt“
und zu jeder Geschichte gibt es einen Vers und ein Zauberzeichen.
Beispiel: Halbkreis malen und sprechen „Hin und her, die Hexerei die ist
nicht schwer.“ Sprechzeichnen ist eine ideale Methode der
Sprachförderung, weil es Sprache und Bewegung, Vers und Form verbindet.
Unsere „Mittleren“ lernen anhand 18 „Zauberzeichen“ spielerisch den
Umgang mit Sprache und Bewegung. Denn eine wichtige Vorraussetzung für
die Vorschule ist die Freude am Sprechen und Malen.
In unserer Einrichtung findet das Kind ein familienergänzendes und
familienunterstützendes Beziehungsfeld vor. Dies regt es an im
Zusammenleben mit anderen Kindern und Erwachsenen vielfältige soziale
Fähigkeiten zu entwickeln und zu erproben. Die Kinder spielen,
entdecken, gestalten, arbeiten und leben mit anderen zusammen in einer
Gruppe; sie werden zu eigenverantwortlichem sozialen Verhalten ermutigt.
Wenn das Kind soziale Fähigkeiten erlernen soll, müssen wir ihm
Geborgenheit geben, um seine Persönlichkeit zu entfalten. Das Kind muss
zunächst erfahren, dass es selbst in der Gruppe wertgeschätzt und
anerkannt wird, um aktiv am Gruppenleben teilzunehmen.
Wichtig ist, dass eine enge Beziehung zwischen Erzieher und Kind aufgebaut wird.
Folgende soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten sind uns besonders wichtig:
Sehr eng mit der Sozialerziehung verknüpft ist die emotionale Erziehung. Das Gefühlsleben der Kinder beeinflusst alle sozialen Beziehungen. Aus diesem Grund soll das Kind lernen, seine Gefühle zu zeigen, auszuleben, zu kontrollieren und für eigene und Gefühle anderer sensibler zu werden. Das Kind soll sich annehmen lernen wie es ist und seine eigenen Grenzen erfassen und akzeptieren können.
In der Praxis wenden wir folgende Mittel zur Verwirklichung dieser Ziele an:
Die genannten Beispiele setzen wir in Krippe und Kindergarten um.
Der Glaube ist nicht anerziehbar, auch nicht vererbbar, aber er ist
vorlebbar. Das Kind soll hören und erleben. dass es von Gott angenommen,
bejaht und geliebt wird.
Das Erzählen biblischer Geschichten, sowie
der liebevolle Umgang mit dem einzelnen Kind gehören zusammen, sie
ergänzen einander.
In dieser Art ganzheitlicher Erziehung soll das
Kind den christlichen Glauben in kindgemäßer Form erleben. Es soll
Gefühle der Geborgenheit und der Achtung entwickeln können und
Gelegenheit erhalten, christliche Lebensformen zu beobachten, zu
erproben und einzuüben.
Wir wollen im Kind Freude und Interesse am
Glauben wecken. Das Kind soll angeregt werden, ein eigenes Gottesbild zu
entwickeln.
Christliche Erziehung wird in Krippe und Kindergarten durch folgende gezielte Methoden erreicht:
Um 8.30 Uhr wird täglich in jeder Krippen- und Kindergartengruppe ein ca. fünfzehnminütiger Morgenkreis durchgeführt, in dem christliche Lieder gesungen und gemeinsam gebetet wird.
Jedes Kind hat einen natürlichen Bewegungsdrang, den es
ausleben will und muss. Bewegung fördert Gesundheit, Vitalität und die
gesamte körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Bewegung
verhindert Fehlentwicklungen, die durch die Unterdrückung des
Bewegungsdrangs entstehen können.
Ab ca. 10 Monaten lernt das Kind Krabbeln und beginnt
sich an Stühlen hochzuziehen. Mit ca. 1 Jahr lernt das Kind Laufen.
Durch die Bewegungsfreiräume und Bewegungsanreize in
unserer Krippengruppe wird bei den Kindern die Freude und
Bereitschaft für die motorische Entwicklung geweckt. Hierzu geben wir
verschiedene Bewegungsbaustellen, die zum klettern, springen, rennen und
dergleichen einladen.
Aufgrund neuer moderner Reize haben Kinder heute weniger
Möglichkeiten sich zu bewegen. Deshalb bieten wir den Kindern im
Kindergarten regelmäßig Möglichkeiten, ihren Drang nach Bewegung
auszuleben.
Das Kind soll innerhalb der Bewegungserziehung
Körperbeherrschung erlernen, Bewegungsabläufe koordinieren und den
Gleichgewichtssinn stärken.
Dies erreichen wir im Kindergarten durch
regelmäßige Bewegungsstunden (einmal wöchentlich) mit gezielten Übungen und
unserer Bewegungsbaustelle, sowie durch das tägliche Spielen im Garten,
der vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bietet.
Singen und Musizieren sind ein wichtiger
Bestandteil der kindlichen Erfahrungswelt. Spontan wendet sich das Kind
der Musik zu, hat Freude am hören, musizieren und Geräusche machen. Wir
unterstützen die Singfähigkeit und dadurch auch die Ausdrucksfähigkeit
durch vielfältige Gelegenheiten zum Singen. Durch das Singen werden die
Merkfähigkeit und die Sprache gefördert (Tonfolge, Texte, Rhythmus). Im
Hinblick auf die musikalische Erziehung bieten wir dem Kind nicht nur
die Gelegenheit zum Singen, sondern auch den Einsatz von körpereigenen
Instrumenten (z.B. Hände) sowie Orff- und Rhythmusinstrumenten.
Dadurch lernen die Kinder Klänge unterscheiden und entwickeln ein Takt-
und Rhythmusgefühl. Durch Singspiele und Musik laden wir die Kinder auch
zur Bewegung ein.
Die musikalische Erziehung hat viele positive Einflüsse
und fördert die Entwicklung der Sprache, der Sing- und Sprechstimme, des
Gehörs. Sie hilft mit bei der Entwicklung von sozialem Verhalten, der
Persönlichkeitsentwicklung und Selbstentfaltung. Sie stärkt das
Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Konzentrationsfähigkeit,
Aufnahmevermögen und kreatives Denken, Phantasie und eine positive
Körperwahrnehmung werden durch Musik gefördert. Und natürlich macht sie
den Kindern viel Spaß und Freude.
In der Krippe sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
Im Kindergarten sieht die Umsetzung dieses Zieles u.a. wie folgt aus:
Wir bieten in unserem Kindergarten eine musikalische Früherziehung für Kinder ab 4 Jahren an, die durch eine Musikpädagogin durchgeführt wird. Den monatlichen Beitrag übernehmen jedoch die Eltern.
Das bildnerische Gestalten fördert ganz besonders die
Feinmotorik der Kinder.
Unter dem Begriff des bildnerischen Gestaltens verstehen
wir einerseits das gebundene Gestalten und andererseits das freie
Gestalten.
Es gibt verschiedene Gestaltungstechniken, die sowohl im
gebundenen wie im freien Gestalten eingesetzt werden können: Zeichnen
und Malen, Kneten und Formen, Bauen und Konstruieren, Reißen, Kleben,
Schneiden, Drucken, Falten, Auffädeln, Flechten, Weben und Sticken.
Ebenso gehört der Umgang mit Muggelsteinen, Legetäfelchen
und Legestäbchen, das Spiel mit Bewegungsmaterial (Autos, Tiere,
Menschenfiguren) zum Bereich des Gestaltens.
Gebundenes Gestalten heißt, dass das Kind Aufgaben nach
unseren Vorgaben ausführt. Somit lernt es Anweisungen aufzunehmen, zu
begreifen und entsprechend umzusetzen, was für die Schule eine wichtige
Voraussetzung ist. Hierzu gehört beispielsweise das Schneiden nach
Schablone, Falten, Weben, Sticken und Drucken.
Freies Gestalten untergliedert sich in Gestalten mit und
ohne Thema.
Beim Gestalten mit Thema geben wir den Kindern bestimmtes
Material vor und lassen sie unter einem bestimmten Thema dazu arbeiten,
z.B. reißen eines Osterhasen mit Buntpapier. Hier wird jedoch kein
fertiges Endprodukt vorgegeben, die Kinder gestalten ihrem
Entwicklungsstand entsprechend.
Beim Gestalten ohne Thema geben wir den Kindern
entsprechendes Material zur Verfügung, mit dem sie hantieren dürfen, wie
sie wollen. Somit wird hier die kreative Energie der Kinder gefördert.
Durch das freie Gestalten werden Kreativität, Fantasie,
Flexibilität, Spontaneität, Ideenreichtum, Selbständigkeit,
Vorstellungskraft, Experimentierfreude, das Finden und Umsetzen von
Lösungen, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen in die eigenen
Fähigkeiten gefördert und unterstützt.
Die oben genannten Beispiele beziehen sich zum Großteil auf den Bereich des Kindergartens.
Im Krippenbereich geben wir den Kindern die Möglichkeit, mit
verschiedenem Material zu experimentieren.
So entsteht zum Beispiel bei Thema „Schneemann mit Fingerfarben gestalten“ bei einem
Kindergartenkind ein vollständiger Schneemann – das Krippenkind wird
jedoch mit Fingerfarben „nur“ Schneeflocken gestalten.
Voraussetzung für die Entwicklung der Denkfähigkeit sind
Informationen aus der Umwelt. Sie entscheiden über Armut oder
Reichhaltigkeit des Erfahrungsschatzes, der seinerseits wieder als
entscheidender Anreiz für die Weiterbildung der geistigen Entwicklung
angesehen werden kann.
Als Erzieher können wir die Entwicklung der
Denkfähigkeit nicht direkt beeinflussen, wir können nur geeignete
Bedingungen für die Entfaltung schaffen und uns bewusst sein, dass wir
für die Kinder neben den Eltern das allernächste Vorbild sind.
Die Angebote zur Förderung der Denkerziehung werden an dem jeweiligen
Entwicklungsstand der Kinder orientiert. Die Angebote sind zuerst
anschaulich, später werden sie abstrakter.
In der Krippe sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
Ab ca. 15 Monaten ist es möglich, dass die Kinder zum
Beispiel bei Bilderbuchbetrachtungen vertraute Objekte aus ihrer Umwelt
erkennen und ihnen jetzt auch Namen geben.
Die Kinder erfassen den Tagesablauf und können ihn
umsetzten (Morgenkreis – Beten – Händewaschen – gemeinsames Frühstück)
Hier ist die Einhaltung von Gewohntem und Ritualen sehr wichtig.
Im Kindergarten sieht die Umsetzung diese Zieles u.a. wie folgt aus:
In unserer Einrichtung arbeiten wir unterstützend mit
Konzentrationsspielen, die Kinder sollen Zahlenbegriffe kennen lernen
und anwenden können, Formen und Farben erkennen und benennen, das
Gedächtnis wird durch Lieder und Verse trainiert, die Begriffsbildung
wird geschult, die Kinder sollen Raum- und Zeitbegriffe kennen lernen
und anwenden, Abläufe erfassen und nachvollziehen können.
In engem Kontakt mit dem Denken steht die Sprache, denn nur durch sie kann jeder
Mensch sein Wissen ausdrücken.
Schon im Kleinkindalter zeigen Kinder Interesse an Zahlen und Formen
– ein Zeichen dafür, dass sie ein natürlicher Bestandteil dieser
Entwicklungsstufe sind. Auch die moderne Hirnforschung untermauert diese
Erkenntnis, dass bis zum 7. Lebensjahr Mathematik in konkreten
Handlungen und mit begreifbaren Materialien gelernt wird. Werden diese
ersten Erfahrungen positiv gestaltet, bleibt die Lust auf das Rechnen
erhalten.
Wir möchten dieses Interesse aufgreifen und in gezielten
Förderungen den Kindern den Zugang in die „Zahlen- und Rechenwelt“
ermöglichen.
Die Schwerpunkte des mathematischen Bereiches im Kindergartenalter sind:
Vor allem über das Konzept von Prof. Gerhard Preiß „Komm mit ins
Zahlenland“ vermitteln wir den Kindern mit Spaß und Erfolg den Umgang
mit Zahlen und Formen. Hierbei ist das Wichtigste, das der Umgang mit
Mathematik als ein erfreuliches, wertvolles und vor allem auch
erreichbares Ziel erlebt wird.
„Komm mit ins Zahlenland“ orientiert sich an den Interessen, Erfahrungen und Bedürfnissen von Kindern.
Die Kinder reisen in das Zahlenland, in dem es Zahlenzwerge, Zahlenhäuser
und Zahlengärten gibt und die Zahlen 1 bis 10 wohnen.
Mit Liedern,
Geschichten und Spielen rund um die Zahlen werden die Kinder nicht nur
mathematisch, sondern in hohem Maße ganzheitlich gefördert.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz gelingt es außerordentlich gut, Kindern im
Alter von 4-6 Jahren die Welt der Zahlen näher zu bringen und ihnen die
Grundlagen der Mathematik zu vermitteln.
Die Grundzahlen werden somit spielerisch in den Alltag integriert – und das alles macht
erstaunlicherweise auch noch großen Spaß.
Gefördert werden außerdem die Konzentration und Ausdauer beim Vorlesen der Geschichten, die
Kreativität beim Weiterdichten, die Gedächtnisleistung beim
Nacherzählen, die Grundlagen des mathematischen logischen Denkens in den
Spielen und die Musikalität der Kinder beim Singen der Lieder.
Diese Schlüsselqualifikationen unterstützen eine erfolgreiche Schullaufbahn in
allen Unterrichtsfächern.
Quellen:
"Komm mit ins Zahlenland" - Gerhard Friedrich und Viola de Galgoczy
"Guten Morgen, liebe Zahlen" - Gerhard Preiß
Unsere Kinder wachsen in einer hoch technisierten Gesellschaft auf
und unser tägliches Leben wird von Naturwissenschaften geprägt.
In unseren Ausführungen unterscheiden wir zwischen belebter und unbelebter
Natur.
Über Vorgänge der belebten und unbelebten Natur bekommen wir
Grundkenntnisse über naturwissenschaftliche Erkenntnisse.
Unsere
Kinder zeigen ein großes Interesse an verschiedenen Vorgängen, warum
etwas „so oder so funktioniert“ oder „warum das gerade so ist und nicht
anders“.
Durch das Fragen vermitteln uns die Kinder ihren Wissensdrang
nach für sie ungeklärten Fragen und Handlungen. Ebenso zeigen sie großes
Interesse am Beobachten und Experimentieren.
Auch wenn man über lange Zeit hinweg gedacht hatte, dass Kinder nicht empfänglich für
naturwissenschaftliche Themen wären haben neue Forschungen ergeben dass
Kinder schon im Alter von 3 bis 5 Jahren entwicklungspsychologische
Voraussetzungen hierfür haben und die Fähigkeit besitzen, sich mit
Themen aus der Naturwissenschaft auseinanderzusetzen.
Bestimmte Themenfelder aus dem Bereich der belebten Natur sind jedes Jahr im
Kindergarten ein Thema, wie sich z. B. aus dem Samen Kresse entwickelt.
Solche Themen finden normalerweise im Kindergarten mehr Anklang als
Themen der unbelebten Natur.
Aber gerade die Gleichbehandlung der
unbelebten und belebten Natur ist sehr wichtig für die spätere
Schullaufbahn, da Chemie und Physik erst in den höheren Klassen im
Stundenplan aufgenommen werden und so das Interesse oft schon dafür
erloschen ist.
Da aber Phänomene der belebten Natur von Kindesbeinen
an behandeltet werden ist das Fach Biologie sehr häufig beliebter als
Chemie oder Physik.
Ein Vorteil der naturwissenschaftlichen
Experimente in Bezug auf die unbelebte Natur ist der, dass sie während
des ganzen Kindergartenjahres durchgeführt werden können, unabhängig von
der Tageszeit oder des Monats, und beliebig oft wiederholt werden
können.
Themen der unbelebten Natur geben dem Kind die Möglichkeit
auch einmal selbst zu experimentieren, wobei es bei Themen der belebten
Natur oft nur beobachten kann, wie beispielsweise der Kressesamen
wächst.
Die belebte und unbelebte Natur gehören unweigerlich
zusammen, und viele Dinge in unserem Leben werden erst durch unbelebte
Phänomene möglich gemacht.
Dies zeigt dass unbelebte und belebte Natur unweigerlich zusammengehören.
Ziele der Naturwissenschaftlichen Erziehung sind:
In unserer Einrichtung arbeiten wir mit dem Programm »Forschen mit
Fred, Naturwissenschaften im Kindergarten« von Prof. Dr. Gisela
Lück, erhältlich im Finken Verlag.
Anhand zahlreicher Experimente
werden naturwissenschaftliche Phänomene verdeutlicht und den Kindern ein
positiver Einstieg in die Themen der Physik und Chemie ermöglicht.
Fred ist eine kleine wissbegierige Ameise und lebt mit seinen Freunden
in einem Ameisenhügel im Wald. Da er ein kleiner Abenteurer ist macht er
sich auf den Weg seine Umgebung zu erkunden. Dabei fallen ihm viele
Fragen ein, die noch nicht einmal Paul, sein bester Freund beantworten
kann: Lösen sich Eierschalen auf? Warum wird ein Apfel braun? Macht
Regenwasser dick? u.v.m.
Ziele bei der Beschäftigung im Umgang mit Fred:
Quellen:
Die Entwicklung von Basiskompetenzen umfassen eine Reihe von grundlegenden Fähigkeiten und Werthaltungen, die nicht von heute auf morgen vermittelt werden, sondern ein lebenslanger Lernprozess sind. Dies beginnt schon in den ersten Lebensjahren im Elternhaus und setzt sich dann in institutionellen Einrichtungen und zufälligen Situationen fort. Es findet aber auch in zahlreichen informellen und zufälligen Situationen statt
In unserer Einrichtung unterteilen wir die „Pädagogischen Basiskompetenzen“ wie folgt:
Basiskompetenzen sind nichts anderes als Lerninhalte, die allerdings
nicht getrennt voneinander zu betrachten sind, wenn sie zuweilen auch
sehr komplex und umfassend sind.
Sie werden in Krippe und Kindergarten
altersgemäß umgesetzt.
Eine große Anzahl von Kindern wird heute mit schwierigen
Lebensbedingungen konfrontiert. Und dennoch wachsen diese Kinder trotz
erhöhter Entwicklungsrisiken zu leistungsfähigen und stabilen
Persönlichkeiten heran.
Die Entwicklungs- und gesundheitspsychologische Forschung beschäftigt sich dabei vor allem mit
der Frage, was diese Kinder stark macht, dass sie im Vergleich zu
anderen Kindern schwerwiegende Lebensbelastungen so erfolgreich
bewältigen können.
Wir ordnen Resilienz in drei Gruppen unter:
Nicht nur auf die Abwesenheit von psychischen Störungen bezieht sich
die Resilienz, sondern auch auf den Erwerb und Erhalt altersangemessener
Kompetenzen der normalen Entwicklung, trotz risikoreicher
Lebensumstände.
Im Vergleich zu früher wird heute davon ausgegangen,
dass Rezilienz kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal bezeichnet,
sondern eine Fähigkeit, die im Verlauf der Entwicklung erworben wird.
Die Wurzeln für diese Entwicklung liegen am Kind und dessen Umgebung.
Aufgrund dieser erlernten oder sozialen Ressourcen unterscheiden sich
die Menschen in ihrer Fähigkeit zur Belastungsregulierung.
Ein resilientes Kind zeigt folgende Merkmale auf:
Neben den persönlichen Ressourcen tragen auch schützende Bedingungen in der Umwelt des Kindes zur Entwicklung von Resilienz bei:
An diesen Punkten kann in den einzelnen Bildungs- und Erziehungskontexten angesetzt werden:
Die Hauptansatzpunkte zur Förderung wären:
Quelle: Staatsinstitut für Frühpädagogik
Einen großen Teil des Tages verbringen die Kinder in unserer Einrichtung.
Uns ist es wichtig, dass die Kinder einige Zeit davon auch selbst gestalten oder
ihre Meinung dazu äußern.
Partizipation ist ein Stück demokratische Lebensweise.
Für uns bedeutet dies, die
Kinder bei einigen Entscheidungsprozessen einzubeziehen und ihnen nicht alles vorzugeben.
Kinder mitentscheiden zu lassen bedeutet aber nicht, dass Sie alles dürfen oder
dass nach jeder Beschwerde ihr Wunsch erfüllt wird.
Partizipation und Beschwerdemanagement endet bei Kindern dort, wo das körperliche
oder seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.
Wir sehen unsere Kinder als kleine kompetente Menschen. Wir trauen ihnen etwas zu,
nehmen sie ernst, achten, respektieren und wertschätzen sie.
Bei verschiedenen Dingen haben die Kinder die Möglichkeit altersgerecht
abzustimmen (Vorschulausflug, Wochenplanthema,…).
Hier machen die Kinder die
Erfahrung, ihre Meinung frei zu äußern. Sie erfahren auch, dass ihre Meinung
wichtig ist und zählt.
Durch die Partizipation und das Beschwerdemanagement lernen die Kinder
eine eigene Meinung zu bilden, diese auch gegebenenfalls zu tolerieren und
auf Kompromisse einzugehen.
Sie lernen ihre Beschwerden oder ihre Meinung in Worte zu fassen.
Hierdurch wird auch das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt und sie lernen
dabei auch andere Möglichkeiten der Konfliktbewältigung kennen.
Partizipation und das Beschwerdemanagement geben wir unseren Kindern einen Grundstock, um sich später in unserer Demokratie zurechtzufinden.
Im Folgenden werden Mittel und Methoden beschrieben, die unser pädagogisches Handeln bestmöglichst fördern, um die aufgeführten Ziele bestmöglichst zu erreichen.
Krippe
Die Krippe ist eingeteilt in zwei Gruppenräume mit je
einem Schlafraum, einem großen Flur mit Garderobe und einem Waschraum.
In die jeweiligen Gruppenräume integriert sind verschieden hohe
Spielebenen, in denen sich die Bauecke, Puppen- und Kuschelecke
befinden.
Um die Bewegungsfreiheit der Kinder zu entfalten, stehen
nur zwei Tische (in Kinder- und Erwachsenengröße) im Gruppenraum.
Der Gruppenräume sind wohnlich gestaltet, die Farben der Vorhänge sind warm,
von der Decke und an den Fenstern hängen Bastelarbeiten der Kinder, so
dass der Raum freundlich und nicht zu hoch erscheint.
Der Flur wird mit als Bewegungsraum genutzt. Hier sind unter anderem
Holzspielelemente nach Emmi Pickler zu finden.
Den Krippenkindern steht ein separates
Außenspielgelände zur Verfügung. Dort sind ein Sandkasten, eine
Vogelnestschaukel sowie ein Spielhäuschen mit Rutsche integriert. Die
gepflasterten Wege laden zum Fahrzeug fahren ein.
Kindergarten
Unsere Gruppenräume sind orientiert am Raumteilverfahren nach Margarete
M. Spoerl. Dies bedeutet, dass der Raum verschiedene Spielecken und
Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder bietet, wie die Bauecke, Puppen-
und Kuschelecke, Leseecke, Mal- und Esstisch sowie zwei Tische für
Tischspiele.
Um die Eingewöhnungszeit des Kindes zu erleichtern und
ihm in der Gruppe Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, besteht
eine gewisse Ordnung innerhalb der Gruppenaufteilung:
Die Möbel und Spielebenen sind aus hellem Holz gefertigt und die Tische
und Stühle möglichst der Größe der Kinder angepasst. Eine
Kinderküchenzeile ist in jeder Gruppe eingebaut.
Der Gruppenraum ist wohnlich gestaltet, die Farben der Vorhänge sind warm, von der Decke und
an den Fenstern hängen Bastelarbeiten der Kinder, so dass der Raum
freundlich und nicht zu hoch erscheint, auf den Fensterbänken und den
Schränken stehen Grünpflanzen.
Den Kindergartenkindern steht ein
großes Außengelände mit verschiedenen Spielmöglichkeiten zur Verfügung.
Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit seinen Stärken
und Schwächen. Aus diesem Grund versuchen wir Vertrauen zu schaffen, so
dass sich das Kind bei uns wohl und sicher fühlt und gerne den
Kindergarten besucht.
Wir nehmen jedes Kind offen und ehrlich an,
wollen ihm keine Angst machen, sondern es ermuntern, ihm helfen und
beistehen.
Wir wollen das Kind ernst nehmen, seine Wünsche
berücksichtigen, auf seine Argumente eingehen und unsere eigenen
Handlungen und Entscheidungen begründen und erläutern. Wir nehmen uns
Zeit für das Kind und stellen auch mal eigene Planungen zurück, wenn
Kinder sich für etwas anderes entscheiden wollen.
Die Kinder sollen in uns ein Vorbild sehen. Wenn wir sie zum Verantwortungsbewusstsein
erziehen wollen, müssen wir mit ihnen verantwortungsbewusst umgehen.
Weil wir als Erwachsener ebenso wie die Kinder Stärken und Schwächen,
Vorlieben und Abneigungen haben, ist es wichtig, dass wir unser eigenes
Verhalten beobachten, uns immer wieder fragen, wie wir den Kindern
helfen können, sich richtig zu verhalten. Dazu gehört, sich selbst und
den Kindern Fehler einzugestehen, sich zu entschuldigen, um Hilfe zu
bitten und anderes. Die Partnerschaft zwischen den Kindern und uns
Erziehern findet natürlich da ihre Grenzen, wo sich Kinder selbst
gefährden, wo die Partnerschaft einseitig misshandelt wird, die Rechte
anderer Kinder nicht respektiert werden oder wenn es für das
Sozialverhalten des Kindes erforderlich ist.
Krippe
bis 08.30 Uhr | Bringzeit mit anschließender Freispielzeit |
08.30 Uhr - 12.30 Uhr | Kernzeit, die unterteilt ist in: |
08.30 Uhr - 08.40 Uhr | Morgenkreis |
08.40 Uhr - 09.30 Uhr | gemeinsames Händewaschen mit gemeinsamen Essen |
09.30 Uhr - 10.50 Uhr | Freispielzeit mit verschiedenen Angeboten |
10.50 Uhr - 11.00 Uhr | Aufräumzeit |
11.00 Uhr - 11.20 Uhr | Stuhlkreis |
11.20 Uhr - 12.05 Uhr | gemeinsames Händewaschen mit gemeinsamen Mittagessen |
12.00 Uhr | „Zu Bett gehen“ der Schlafkinder |
ab 12.30 Uhr | Abholzeit |
12.30 Uhr - Buchungsende | Freispielzeit bis die Kinder abgeholt werden |
Kindergarten
bis 08.30 Uhr | Bringzeit mit anschließender Freispielzeit |
08.30 Uhr - 12.30 Uhr | Kernzeit, die unterteilt ist in: |
08.30 Uhr - 08.45 Uhr | Morgenkreis |
08.45 Uhr - 11.00 Uhr | Freispielzeit mit Freispielangebot und freies Frühstück |
11.00 Uhr - 11.15 Uhr | Aufräumzeit |
11.15 Uhr - 12.00 Uhr | Stuhlkreis |
12.00 Uhr - 12.50 Uhr | Spielen im Garten |
ab 12.30 Uhr | Abholzeit |
ab 12.50 Uhr | Essen & Freispielzeit bis die Kinder abgeholt werden |
Jede Gruppe hat einmal wöchentlich ihren Turntag. Hier werden die Kinder
nach Alter in zwei Gruppen geteilt. Dieses Angebot findet während
der Freispielzeit statt.
Das Freispielangebot ist ein Bastel- und
Gestaltungsangebot, das jedes Kind annehmen sollte.
Einmal im Monat wird in der Gruppe gekocht.
Bei Geburtstagen oder anderen Feiern verändert sich der Tagesablauf.
Wir gehen nach Möglichkeit jeden Tag in den Garten zum Spielen, auch bei feuchtem oder kühlem Wetter.
Wind- und wetterfeste Kleidung sind deshalb für unsere Kinder unentbehrlich.
Bei schönem Wetter verkürzt sich die Freispielzeit und verlängert
sich das Spielen im Garten.
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder.
Für die Krippenkinder wird ein Portfolio angelegt.
Speziell haben wir hier für die 4-6 Jährigen den
Beobachtungsbogen Perik, der die Positive Entwicklung und Resilienz im
Kindergartenalltag beschreibt sowie den Beobachtugnsbogen Seldac, der
die Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden
Kindern beschreibt.
Mit den Migrantenkindern führen wir den Beobachtungsbogen
Sismik durch.
Für jedes Kind in Krippe und Kindergarten führen wir ein Entwicklungsraster nach Kiphard.
Wir laden die Eltern der Krippen- und Kindergartenkinder
einmal jährlich (wenn möglich zum Geburtstag des Kindes) zu einem
ausführlichen Entwicklungsgespräch ein.
Grundlage dieses Gesprächs sind tägliche Beobachtungen in
der Entwicklung des Kindes, die oben genannten Beobachtungsbögen und das
Entwicklungsraster.
Den Eltern wird schriftlich der Entwicklungsstand
des Kindes mitgegeben. eine Kopie bleibt bei den Unterlagen des Kindes
in der Einrichtung.
Bei Bedarf sind Entwicklungssgespräche öfter als einmal im Jahr.
Das Freispiel ist die längste und wichtigste Zeit im
Krippen- und Kindergartenalltag, denn hier kann das Kind seine
Persönlichkeit frei entfalten, frei seinen eigenen Impulsen folgen und
ist weitgehend frei von Weisungen und Vorschriften.
In der Freispielzeit bestimmt das Kind mit wem und womit,
wo und wie lange es spielt und entscheidet selbst über die Art und Weise
der Spielverläufe.
Für die soziale Entwicklung des Kindes hat das Freispiel
einen sehr großen Stellenwert. Ältere Kinder lernen auf Jüngere
Rücksicht zu nehmen und umgekehrt.
Die Kinder lernen die Interessen anderer zu akzeptieren,
aber auch eigene durchzusetzen. So entwickeln sich die Strategien um
Meinungsverschiedenheiten zu lösen. Im freien Spiel ist der Ursprung des
ersten begrifflichen Denkens zu sehen. Dadurch, dass das Kind die
Gegenstände berührt, bewegt, aufhebt, hält, sortiert und so weiter,
lernt es Ähnlichkeiten zu erkennen, kann unterscheiden und Vergleiche
anstellen. Es lernt seine Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch seine
Grenzen kennen. Das Kind erlebt ein Gefühl von Kraft und Stärke
(Rollenspiel). Es fühlt sich vollwertig in der Erwachsenenwelt, in der
es das jüngste und schwächste Glied ist. Es lernt sich selbst
darzustellen und sich selbst zu verwirklichen.
Im Freispiel hat die Erzieherin die Möglichkeit, einzelne
Kinder individuell und gezielt zu fördern. Auch bietet sie sich dem Kind
als Spielpartner an, gibt dem Kind Hilfestellung und motiviert zum
Spielen.
Im Kindergarten hat das Kind wenn machbar
die Möglichkeit in einer anderen Gruppe zu spielen. Somit lernt es die
anderen Kinder und das andere Personal besser kennen und kann mit
anderem Spielmaterial spielen.
Jeweils vier Kinder dürfen eine der beiden anderen
Kindergartengruppen besuchen. Jedes Kind hat eine eigene Wäscheklammer.
Diese befestigt das Kind an dem entsprechenden Schild, dass eine Gruppe
kennzeichnet und meldet sich somit ab (Bsp.: Ein Schneehasenkind will
zum Spielen in die Eisbärgruppe gehen. Es zwickt seine Wäscheklammer an
das Schild, auf dem ein Eisbär zu sehen ist).
Hier können die Kinder selbst überprüfen, ob sie noch in
eine andere Gruppe gehen können oder ob schon vier Kinder dort sind.
Wenn ein Kind eine andere Gruppe besucht, macht es einen
wichtigen Schritt nach außen. Es verlässt seine vertraute Umgebung und
gewinnt dadurch aber Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, etwas Neues
zu erforschen.
Eine besondere Gestaltung unserer Freispielzeit sind die
festgelegten Spielzeugtage. An diesem Tag dürfen die Kinder mit ihrem
von zuhause mitgebrachtem Spielzeug spielen.
In unserer Einrichtung legen wir Wert auf eine gesunde Ernährung!
Deshalb bitten wir Sie, ihrem Kind keine Süßigkeiten mitzugeben und auf
eine abwechslungsreiche und gesunde Brotzeit zu achten.
Um Müll zu
vermeiden geben Sie bitte das Vesper in einer Brotzeitbox mit, wobei hier
die Kinder auch die Möglichkeit haben nicht vollständig Verzehrtes
wieder einzupacken.
Die Getränke bringen die Kinder von zu Hause mit.
Hier gilt auch, dass auf gesunde Ernährung geachtet wird. Daher geben
Sie bitte nur Wasser, Saftschorlen oder Tee in geeigneten Trinkflaschen
mit.
In der Kinderkrippe gibt es ein gemeinsames Frühstück.
Im
Kindergarten gibt es das freie Frühstück. Während der Freispielzeit
können die Kinder selbst wählen, wann sie essen möchten. Bei
dieser Art von Brotzeit müssen die Kinder ihr Spiel nicht unterbrechen,
sondern essen, wenn sie gerade Hunger haben oder Platz am Esstisch
ist.
Mittags nach dem Garten besteht die Möglichkeit, warmes Essen zu
einem Unkostenbeitrag von 2,30 € zu bestellen.
Das warme Essen wird jeden Tag frisch geliefert. Bestellt wird immer monatlich, einen Monat
im Voraus, wobei auch einzelne Tage buchbar sind.
Die Eltern haben
die Möglichkeit, bis spätestens Montag 8.30 Uhr das Essen für die
aktuelle Woche abzubestellen (außer für den Montag, an dem das Essen
abbestellt wird).
An Tagen, an denen
unsere Einrichtung um 14.00 Uhr schließt, wird aus logistischen Gründen
kein warmes Essen angeboten.
Im Eingangsbereich des Kindergartens
steht für die Kindergartenkinder ein Kühlschrank zur Verfügung, in dem
mitgebrachtes Essen aufbewahrt werden kann.
Die
Krippe hat einen eigenen Kühlschrank in der Schneekükengruppe.
Das
gelieferte warme Essen sowie die Kühlschränke werden täglich auf die
Mindesttemperaturen gemessen und protokolliert. Das warme Essen muss bei
der Anlieferung mindestens 65°C betragen, der Kühlschränke sollen nicht
wärmer als 6 °C sein.
Um den Kindern im Kindergartenbereich
einen bewussten und selbständigen Umgang mit dem Mittagessen zu
ermöglichen, dürfen sie sich das Essen selbst auf die Teller
portionieren. Jedoch achten wir darauf, dass die Kinder jegliche Speisen
probieren, sie genügend essen und satt werden.
Braucht ein Kind in einem Teilleistungsbereich unsere
Unterstützung, bieten wir verschiedene Möglichkeiten der Förderung an,
wie Sprachspiele, Farbenspiele, Spiele zur Konzentrationsförderung und
Merkfähigkeit usw.
Allerdings kann bei uns nicht nur ein Kind im Mittelpunkt
stehen, sondern die gesamte Gruppe. Deshalb bitten wir in bestimmten
Fällen um die Unterstützung der Eltern und weisen auf andere
Einrichtungen zur gezielten Förderung der Kinder hin, wie Logopädie,
Ergotherapie oder Frühförderung.
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist die
Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder.
Mit unseren
sogenannten "Mittleren" (die Kinder, die im vorletzten Jahr im
Kindergarten sind) werden das Sprechzeichnen (siehe Spracherziehung)
und das Zahlenland (siehe Mathematische Erziehung)
durchgeführt.
Die Kinder, die das letzte Jahr unseren Kindergarten
besuchen, werden durch bestimmte Beschäftigungen und schwierigerer
Aufgabenstellungen auf die Schule vorbereitet. Als besonderes Zeichen
bekommen die „Schulkinder“ eine Stiftebox, für die sie während des
gesamten Kindergartenjahres selbst verantwortlich sind.
Die Eltern geben eine Einverständniserklärung ab, mit der sie zustimmen,
dass wir uns mit den Grundschullehrern über ihr Kind austauschen dürfen
und der Lehrer den Screening-Test (siehe Spracherziehung) durchführen
kann.
Mit den Migrantenkinder unserer Einrichtung führen wir im
vorletzten Kindergartenjahr den sog. SISMIK-Test durch. Bei Bedarf
werden diese Kinder dann speziell im Rahmen der Zusammenarbeit mit der
Schule durch eine Lehrkraft im Erwerb der deutschen Sprache gefördert.
Im Rahmen der Inklusion sind wir bemüht behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder bei uns aufzunehmen und zu integrieren - soweit dies nicht unsere Grenzen und das Wohl der anderen Kinder übersteigt und die Erziehung und Bildung dieser Kinder in unserer Einrichtung sinnvoll ist.
Wer ist behindert?
Bei behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern beantragen wir eine
Eingliederungshilfe durch den Bezirk Mittelfranken.
Die Eingliederungshilfe ist eine
Rehabilitationsleistung nach dem Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) und dem Leistungsgesetz
Sozialgesetzbuch XII (SGB XII), um die Selbstbestimmung und gleichberechtigte
Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden
oder ihnen entgegenzuwirken (§1 SGB IX).
Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es,
eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu
beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.
Im Obergeschoss des Haus des Kindes haben wir extra Therapieräume und
einen Elterngesprächsraum eingerichtet.
In unserem Haus des Kindes werden auch ausländische und anderssprachige Kinder aufgenommen und integriert.
Das gesamte Kindergartenjahr ist geprägt durch verschiedene Feste und Feiern:
Oktober: |
Erntedankgottesdienst in der Kirche, dabei dürfen die Eltern
teilnehmen; Erntedankfeier im Kindergarten |
November: |
Pelzmärtl Laternenumzug mit den Familien |
Dezember: |
Feiern der Adventszeit Weihnachtsfeier |
Februar: |
Spielnachmittag mit Mutter und Kind Faschingsfeier |
März: | Christliche Osterfeier und Osterhase |
Mai: |
Kirchweihverlosung Muttertag Sommerfest oder Wandertag mit Familien (evtl. auch im Juni) |
Juni: | Gemeindefest der kirchlichen Gemeinde |
Juli: |
Abschlussfest der Vorschulkinder Abschlussgottesdienst mit Segnung der Vorschulkinder |
Ein Fest zieht sich durch das ganze Jahr hindurch, der Geburtstag.
Dieses Fest zu feiern ist immer etwas Besonderes – für viele
Erwachsene und auf jeden Fall für Kinder.
Jedes Jahr aufs Neue fiebern die Kinder ihrem Geburtstag entgegen, den wir gemeinsam im
Kindergarten feiern. Da Kindern bestimmte Rituale sehr wichtig sind,
achten wir darauf, dass für jedes Kind dieser Tag gebührend gefeiert
wird und es im Mittelpunkt steht.
Im Kindergarten sitzt das Geburtstagskind während der Feier an einem mit Kerzen und Geschenken
geschmückten Tisch. Die Feier wird mit Spielen, Geschichten, Liedern
(die teilweise von dem Kind selbst ausgesucht werden) und guten
Wünschen gestaltet.
Zu einem Geburtstag gehört auch ein gemeinsames Essen, dazu bringt das Geburtstagskind z.B.
Butterbrezen, Wurstsemmeln, Kuchen usw. und etwas zum Trinken mit.
Warmes Essen, Süßigkeiten und Päckchen für andere Kinder zum
Mit-nach-Hause-nehmen sind nicht erwünscht.
In der Kinderkrippe wird das Geburtstagskind im kleineren Rahmen gefeiert, es bekommt ein Geschenk, bringt aber nichts zum Essen mit.
Darüber hinaus beteiligen wir uns auch an Festen der politischen Gemeinde.